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Am 11.01.2002 wurde es klar: Merkel verzichtet auf die Kanzlerkandidatur und schickt Stoiber ins Rennen. Merkel steht allerdings hinter ihm...

Kanzler Schröder und Kanzlerkandidat Stoiber wollen nun wahrscheinlich ein Fernsehduell austragen. Mir egal, ich werd's mir wenn's ausgestrahlt wird bestimmt nicht anschauen. Allerdings frage ich mich ob es entscheidend ist, wer hinkommt. Es gibt genug Wahlkampfversprechen, und nach der Wahl will dann keiner mehr davon was wissen. Und die Arbeitslosigkeit - ein Problem unserer Zeit - werden weder Schröder noch Stoiber in den Griff bekommen können. Denn dazu müßten erst mal alle Überstunden abgeschafft werden. Gerhard Schröder ist wie wir bestimmt alle wissen ein SPD-Angehöriger. Edmund Stoiber ist von der CSU - das heißt Christlich Soziale Union, und so heißt das in Bayern. Woanders würde man CDU sagen das würde sich dann Christlich Demokratische Union nennen. Schröder oder Stoiber? Also derzeit tendiere ich mehr auf Stoiber, und ich muß dazu sagen die Parteizugehörigkeit ist mir dabei egal. Es geht schließlich darum ob ich dem Mann dahinter was zutraue oder nicht oder nur einer "lächerlichen" Farbe wie schwarz (CDU), blau (CSU) oder rot (SPD). Das kann sich aber auch wieder ändern. Man wird sehen was ich beim nächstem Wahlgang mache.

Manche lässt das Thema einfach nicht los. Die Haartracht des Bundeskanzlers beschäftigt jetzt auch die bekennende Spottdrossel Michael Glos. In der unterschiedlichen Farbe des Haupthaares von Gerhard Schröder (echt dunkel) und Herausforderer Edmund Stoiber (strahlend weiß) erkennt der CSU-Landesgruppenchef politische Symbolkraft. "Bei Stoiber ist dies länger wachsende Weisheit", behauptet der Franke. Schröders Haarfarbe, an deren Echtheit Glos im Übrigen nicht zweifelt, auch wenn es "theoretisch leichter" sei, Haare zu färben als Konjunkturprognosen, sei dagegen ein Zeichen mangelnder Sensibilität. "Wenn er etwas empfindsamer wäre, wären ihm die Haare weiß geworden bei dem Ergebnis", stichelt Glos mit Blick auf die Niederlage der SPD in Sachsen-Anhalt. Überhaupt scheint sich der gesamte Bundestagswahlkampf auf das Duell Schröder gegen Stoiber zuzuspitzen, was den kleinen Parteien gar nicht gefallen kann. Sie müssen fürchten, in dem Zweikampf zerrieben zu werden.

Entsprechend humorlos wird der ansonsten stets gut gelaunte FDP-Chef Guido Westerwelle, wenn es um die geplanten TV-Duelle zwischen Kanzler und Unionskandidat geht. Termine und Bedingungen der Fernsehauftritte von Schröder und Stoiber wollen die Wahlkampfmanager heute mit Vertretern der Sender besprechen. Westerwelle kündigte schon einmal juristischen Widerstand an. Solche TV-Duelle seien "verfassungsrechtlich unzulässig" und eine "Form von Wählerbetrug". Es werde schließlich der Bundestag gewählt und nicht Stoiber oder Schröder persönlich. Ob er als Kanzlerkandidat der FDP antritt, oder nicht, bekäme er wohl trotzdem keine Einladung. Neue Generationen suchen nach neuen Maßstäben - auch in Gesellschaft und Politik. Denn besonders hier hat das Vertrauen in den letzten Jahren einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die Wahl in Sachsen-Anhalt hat es gerade wieder bewiesen: Die Zahl der Nichtwähler wächst und vielerorts sind sie inzwischen stärkste politische Kraft. Für die Trendforscher ist klar: Die sogenannten "Netzwerkkinder", die Generation von Internet und Globalisierung, vertraut den Politikern nicht mehr. Doch im Wahljahr 2002 wollen gleich drei Kanzlerkandidaten ihr Vertrauen zurückgewinnen. Welcher der Kandidaten Schröder, Stoiber und Westerwelle liegt im Trend und gewinnt das Vertrauen der Jungwähler?

Der Kampf der Giganten hat begonnen: Schröder gegen Stoiber und dazwischen Spaßkanzler Westerwelle: Statt Parteiprogrammen und politischen Zielen sollen die Rivalen selbst den Kampf um das Wählervertrauen gewinnen. Dabei könnten die Beiden doch zusammenarbeiten. Spaß haben die Beiden zusammen schon erlebt:


In den Medien wird der Wahlkampf zur großen Inszenierung. Doch wer macht am Ende das Rennen? Dort, wo die politische Zukunft liegt, bei den jungen Wählern, nimmt man kaum einem Kandidaten ab, dass er wirklich das meint, was er sagt. Nur die Hälfte der Jugendlichen vertraut dem Parlament und nur ein Viertel vertraut den Parteien. Politiker haben ihre Glaubwürdigkeit verloren. Das liegt auch an der Inszenierung in den Medien und den Skandalen - meinen die Trendforscher. Selbst die wichtigsten Sachfragen werden zu Schaukämpfen stilisiert. Die Abstimmung zum Zuwanderungsgesetz im Bundesrat geriet zum persönlichen Machtkampf Schröder-Stoiber. Politiker sind die Showstars und versuchen das durch medienwirksame Demonstrationen von Vertrauenswürdigkeit und Stärke auszugleichen. Sie versuchen zumindest in ihrer persönlichen Präsentation durch Glaubwürdigkeit wieder moralische Standards zu setzen. In der Folge wird die Politik von den Wählern oft nur noch als reines Medienspektakel wahrgenommen. Das ist unterhaltsam, kostet aber Vertrauen.

Zusätzlich wirken die Finanzskandale bei CDU und SPD. Stoiber und Schröder starten mit schweren Hypotheken. Da hat es der dritte Kandidat leichter. Was sich jetzt schon andeutet, wird in Zukunft ein echter Trend - Politainment, Politiker als Markenprodukt. Westerwelle trifft genau den Trend der Zeit, aber auch Schröder kann das ganz gut. Manchmal greift Schröder als Livestyle-Kanzler allerdings auch daneben. Was Schröder schon kann, will auch Stoiber nachmachen. Als unentschlossene Imitation hat er es allerdings schwer. Stoiber ist noch zu unentschieden, um Markenprodukt zu sein. Doch er hat nur einen scheinbaren Rückstand gegenüber den anderen beiden Kandidaten. Bei den jungen Wählern wirklich wieder Vertrauen gewinnen, das können die Politiker nur, wenn sie mit ihren Marken auch wieder Inhalte verbinden.

Die Wahlen

Ich sehe den Wahlgang mittlerweile verstärkt als lästige Bürgerpflicht an, denn meistens machen die ja sowieso was sie wollen. Das alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht, davon merk ich z.B. nichts. "Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil...", und dann kommt ein Kinderschänder vielleicht sogar noch davon. Das ist doch dann eher Staatsgewalt, die von der Politik ausgeht bzw. vom Richter. Trotzdem gehe ich immer wählen, wenn es von mir verlangt wird - denn NICHT WÄHLEN ist am schlimmsten. Allerdings frage ich mich, ob das immer noch gilt... - wenn ich was besseres vorhabe (wegfahren) oder es ein regelrechtes Sauwetter ist werd ich mir den Wahlgang noch überlegen. Und wenn ich schon wählen geh, dann informiere ich mich auch vorab noch. Aber das reicht ein paar Tage vorher, Eile mit Weile ;-). Mein Motto: Respektiere alle Farben, denn jeder hat mal weiß angefangen.

So, ich hoffe der Bericht hat euch gefallen und ich hoffe auch das ich nicht zu emotional geworden bin.

Und wann kann man endlich per Internet seine Stimme abgeben???